Wenn Greifen weh tut: Die Hände im Alltag entlasten

Ein Schraubglas öffnen, einen Schlüssel drehen oder eine Tasse halten: Wie häufig wir unsere Hände brauchen, bemerken wir oft erst, wenn diese Bewegungen Schmerzen verursachen. Selbst kleine Handgriffe können dann anstrengend werden.

Handbeschwerden können unterschiedliche Ursachen haben. Wiederkehrende Schmerzen oder nachlassende Kraft sollten deshalb ärztlich abgeklärt werden. Bei einer festgestellten Erkrankung oder nach einer Verletzung kann Ergotherapie dabei unterstützen, alltägliche Tätigkeiten wieder besser zu bewältigen.

Welche Handgriffe machen Schwierigkeiten?

Für die Behandlung ist wichtig, wann Beschwerden auftreten. Schmerzt das Drehen eines Verschlusses? Fällt längeres Schreiben schwer? Oder fehlt beim Tragen der sichere Halt?

Überlegen Sie, welche zwei oder drei Tätigkeiten Sie besonders beeinträchtigen. „Ich möchte morgens wieder selbstständig mein Frühstück zubereiten“ ist beispielsweise ein konkretes Ziel, an dem sich die Therapie orientieren kann.

Kleine Veränderungen können entlasten

Bei Gelenkbeschwerden können angepasste Hilfsmittel und andere Bewegungsabläufe den Alltag erleichtern. Welche Lösung passt, hängt von der Ursache und Ihren persönlichen Einschränkungen ab.

Mögliche Entlastungen sind:

  • Lasten verteilen: Gegenstände, soweit sicher möglich, mit beiden Händen halten oder schwere Einkäufe mit einem Trolley transportieren.

  • Griffe anpassen: Verdickte, rutschfeste Griffe können das Halten von Besteck oder Stiften erleichtern.

  • Öffnungshilfen nutzen: Ein geeigneter Glas- oder Flaschenöffner kann den nötigen Kraftaufwand verringern.

  • Belastungen unterbrechen: Längere Tätigkeiten in kürzere Abschnitte aufteilen und zwischendurch die Hände entlasten.

Hilfsmittel sollten möglichst ausprobiert werden. Ein Produkt ist dann hilfreich, wenn es zu Ihrer Hand passt und die betreffende Tätigkeit tatsächlich erleichtert.

Bewegung und Belastung passend dosieren

Vollständige Schonung ist nicht bei jeder Handbeschwerde sinnvoll. Gleichzeitig sind kräftiges Zupacken oder Übungen gegen deutliche Schmerzen keine allgemeine Lösung. Besonders nach Verletzungen und Operationen gelten individuelle Vorgaben zur Belastbarkeit.

In der Ergotherapie können geeignete Bewegungen, der Umgang mit Hilfsmitteln und konkrete Alltagstätigkeiten gemeinsam erarbeitet werden. Dabei geht es auch darum, die eigene Belastungsgrenze besser einzuschätzen.

Handtherapie in unserer Praxis in Hilden

Ob Anziehen, Kochen oder Arbeiten: Entscheidend ist, welche Tätigkeiten für Sie wichtig sind. Im Bereich Orthopädie und Handtherapie richten wir die ergotherapeutische Begleitung an diesen persönlichen Zielen aus.

Wenn Ihre Hände Sie im Alltag einschränken, können Sie uns gerne kontaktieren und Ihre Fragen zur ergotherapeutischen Behandlung besprechen.

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